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Crash-Border: Die TIWAG schlittert

Die TIWAG hat in den Jahren 2001 bis 2003 vierzehn ihrer unserer Kraftwerke nach geltendem amerikanischen Recht an US-Investmentfonds verkauft. Bei einem damals geschätzten Wert der Anlagen von ca. 3 Milliarden US-Dollar hat sie dafür 202 Millionen $ als Kaufpreis (Barwertvorteil) kassiert, nach heutigem Wert ca. 144 Millionen Euro. (Diese sind umgehend in der maroden Innsbrucker Kommunalbetriebe AG versenkt worden.)
Aufgrund dieser unendlichen Dummheit der Verantwortlichen (Vorstand, Aufsichtsrat, Landesregierung) und der sogenannten Finanzkrise hat die TIWAG in den letzten Jahren für die Absicherung der laufenden Rückmietraten und des möglichen Rückkaufes bisher bereits über 307 Millionen Euro an Sicherstellungen aufbringen müssen, die in der Bilanz als „Eventualverbindlichkeiten“ ausgewiesen sind:



Zusätzlich dazu hat sie zur Rettung ihrer Cross-Border-Leasing-Deals 159 Millionen Euro bei der Deutschen Bank in London verpfänden müssen. Diese Summe versteckt die TIWAG in der Bilanz als „Festgeldveranlagung“ unter „Forderungen bei Kreditinstituten“:



Zusammengenommen hat die TIWAG also zur Absicherung des erhaltenen Barwertvorteils von 202 Millionen (Dollar), den sie längst nicht mehr hat, insgesamt schon 467 Millionen Euro an Haftungen beibringen müssen, in echtem Geld übrigens mehr als 6,4 Milliarden Schilling.
Kein Wort davon im Tiroler Landtag, dort quatschen sie über Griechenland und Kärnten.



Die angelaufenen Millionenkosten für die Bewirtschaftung der CBL-Verträge, d.h. das ständig notwendige Krisenmanagement (Consulter, Anwälte, Gutachten, Gerichtskosten, Flüge usw.), sind hier nicht eingerechnet.

11.7.2011



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