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Tagebuch Einträge 2018
[alle des Jahres 2018 auf einer Seite anzeigen]

2018-04-21
„Weltmeister“ Gustav Kuhn


2018-04-04
Kuhn-Dissertation enthält „ein perfides Plagiat“, sagt der bekannte Plagiatsforscher Stefan Weber


2018-04-01
Erl-Gagen: Wahr ist vielmehr viel weniger


2018-03-20
Von wegen


2018-03-19
Kleiner Spickzettel für Moni Brüggeller anlässlich der Zwangsvorführung weißrussischer Orchestermusiker zur Verteidigung des „Systems Kuhn“


2018-03-16
Die Kehrseite von Tiroler Gastlichkeit und Geselligkeit


2018-03-08
Woher der Imster Bezirksobmann der FPÖ wirklich seine Hitlerbilder bezieht


2018-03-07
Was so ein FPÖ-Bezirksobmann alles auf seinem Handy hat und weiter verschickt


2018-02-28
Da war doch noch was mit diesem Zillertaler Anwalt und unserem Forum


2018-02-26
Die Erzdiözese Salzburg und das „MFZ“ im neuen Widum in Erl


2018-02-21
Gustav Kuhns 60.000-Euro-Klage ist da


2018-02-15
Landtagswahl 2018: Zeig mir deine Freunde, und ich sag dir, wer du bist


2018-02-13
Für die Nachwelt


2018-02-12
ORF-Chef Wrabetz am Bandl von FPÖ und Krone


2018-02-09
Die ganz gewöhnliche kleine schwarze Wahlkampf-Gaunerei


2018-02-07
Ganz katastrophales Investment – kurz: GKI


2018-02-01
Die Verluderung und Verhunzung und Verhurung eures sogenannten Brauchtums


2018-01-30
FPÖ-Werbe-Terror


2018-01-28
Transitsteigerung, Sellrain-Silz-Ausbau, Olympia-Befragung u.a.m.


2018-01-22
Gar nicht wichtig, nur sehr bezeichnend


2018-01-19
„Tiroler Genusskultur“? - Das ist Vergewaltigung der Sprache


2018-01-13
Das kann man nicht vergleichen


2018-01-04
Perversion pur


  „Weltmeister“ Gustav Kuhn   [21.04.2018]




Kuhn war nie Weltmeister. Auch nie Europameister, wie es an anderer Stelle heißt. Kuhn gewann in der Drei-Mann-Boots-Klasse Soling eine einzige von mehreren zur Europameisterschaft zählenden Wettfahrten (Regatten) in Schweden 1995, landete aber nicht in den Medaillenrängen.





Leser, denen dieser Artikel gefallen hat, interessierten sich auch für die Plagiate in Gustav Kuhns Dissertation.

   
  Kuhn-Dissertation enthält „ein perfides Plagiat“, sagt der bekannte Plagiatsforscher Stefan Weber    [04.04.2018]

„Es ist immer wieder erstaunlich, wie auch schon vor dem Internet-Zeitalter und bloßem Copy & Paste betrogen wurde“, wundert sich Weber. „Markus Wilhelm hat mir seine Unterlagen in Sachen Kuhn-Dissertation zur Verfügung gestellt. Es handelt sich hier um ein wissenschaftsgeschichtlich höchst interessantes, perfides Plagiat. Die Autorschaft der gesamten Dissertation steht damit in Frage. Wir müssen nämlich weg von dem Denken: 'Wenn 10 Seiten abgeschrieben sind, heißt das, die übrigen 170 sind sauber.' Nein, es heißt nur, es wurde bisher noch nicht mehr gefunden.“





Und Medienwissenschafter Weber weiter: „Kuhn hat hier sehr perfide betrogen, denn er konnte ja zitieren und hat ja auch Quellen angegeben. Die Quelle Heinemann hat er aber bewusst unterschlagen. Dieses Plagiat betrifft den Kern der Arbeit. Wer so abschreibt, der hat das natürlich nicht bloß auf ein paar Seiten gemacht, das würde allen Erkenntnissen über den Schreibprozess widersprechen. Entweder, man ist Abschreiber oder Selbstschreiber. Juristisch betrachtet, verjähren Plagiate in Doktorarbeiten im Vergleich zur Verwaltungsübertretung des Titelmissbrauchs nicht.“


Plagiat-Dokumentation

   
  Erl-Gagen: Wahr ist vielmehr viel weniger   [01.04.2018]

Die Festspiele Erl verbreiten neuerdings allen Ernstes dieses:



Gagenordnung Erl

Das ist eine ganz üble Manipulation der Öffentlichkeit. Dienstvertrag und Werkvertrag haben zeitlich und gagenmäßig nichts miteinander zu tun.

Ein aktueller Dienstvertrag vom Sommer 2017 sieht so aus:






1.960,00 € für 48 Tage ergibt einen Tagessatz von 40,85 €. Brutto.

Der Einstudierungsvertrag (Werkvertrag) hingegen betrifft die Wochen vor der Anreise nach Erl. Er regelt die Leistungen, die zuhause für Erl zu erbringen sind. Und diese Vorgaben sind gewaltig.







Hier die Probenwochen zuhause gagenmäßig auf die Spielwochen in Erl draufzupacken, wie es die Geschäftsleitung jetzt macht, ist einfach unverfroren und passt genau zur ganzen verlogenen Öffentlichkeitsarbeit der Festspiele Erl.

Der Künstler in unserem Beispiel oben erhält übrigens auch keine durchgehende Jahresgage (von ca. 9 € / Tag) wie manche weißrussische MusikerInnen.


PS. Noch so ein Erler Vertrag - 912 Euro brutto für 56 Tage (Sommer 2015)

   
  Von wegen    [20.03.2018]



(Kronenzeitung, 20.3.1018)


Der ÖGB Tirol hat ein Flugblatt in vier Sprachen erarbeitet, um den MusikerInnen und ChoristInnen der Festspiele Erl zu ihrem Recht und zu menschenwürdigen Gagen zu verhelfen:





Flugblatt (PDF)

   
  Kleiner Spickzettel für Moni Brüggeller anlässlich der Zwangsvorführung weißrussischer Orchestermusiker
zur Verteidigung des „Systems Kuhn“
   [19.03.2018]

Am 14. März hat die Marketingabteilung der Festspiele ausgewählte JournalistInnen mit folgendem verleumderischen Mail zu einem PR-Spektakel nach Erl eingeladen.



Hier wurde die Lüge verbreitet, die TFE hätten gegenüber Markus Wilhelm "mehrfach wiederholt" (!) eine "Einladung mit dem Angebot der Einsichtnahme in Vertragsunterlagen" ausgesprochen, der dieser nicht gefolgt sei. Wahr ist vielmehr: Weder die Pressesprechein, noch Herr Kuhn, noch sonst jemand von den TFE hat mich auch nur einmal eingeladen, in auch nur irgendwelche Unterlagen Einsicht zu nehmen. Kuhns Team arbeitet hier, wie auch anderswo, mit bewussten Falschinformationen und Unterstellungen. Egal.

Niemand von den Kritikern hat das Orchester durch den Schmutz gezogen. Im Gegenteil. Unsere Vorwürfe betreffen Kuhn und Haselsteiner. Sie lassen den Respekt vermissen, den die MusikerInnen verdient haben, erstens im täglichen Umgang mit ihnen und zweitens bei der unterirdischen Bezahlung.


Missbrauch 2.0

Ein Budgetentwurf für das Jahr 2013 zeigt, wie das weißrussische Orchester eingepreist wird. Ja, die Musiker und Musikerinnen bekommen dafür, dass sie sich in Minsk rund ums Jahr für Erl zur Verfügung halten, zusätzlich zum schändlichen Taggeld (wenn sie in Tirol sind) einen Jahreslohn von 140.000 Euro, alle zusammen.
Diese Summe aufgeteilt auf 40 Mitglieder und auf 365 Tage ergibt ein tägliches Almosen für den Einzelnen von 9 Euro 60. Und das auch nur im Durchschnitt. Und falls bis zur Verteilung an die Musiker nicht noch was versickert zwischen der Bank in Kufstein und der in Minsk.



Für Gustav Kuhn dagegen werden im Budget schon einmal 28.000 Euro allein für Spesen (Fressen, Saufen etc.) veranschlagt.

Der große Mäzen Hans Peter Haselsteiner findet das alles sehr in Ordnung: Taggelder, die Finger sträuben sich, Tagesgagen zu schreiben, von 30 und 35 Euro für anstrengendste künstlerische Arbeit und das oft acht, zehn und mehr Stunden am Tag. Er selber jedenfalls verrechnet der Festspiele Errichtungsgesellschaft für die Bauarbeiter seiner Strabag Stundenlöhne in dieser Höhe.




Zumindest in einem internen Papier hat die für Förderungen zuständige Kunstsektion im Bundeskanzleramt kritisch festgehalten, wie schäbig in Erl die Künstler gehalten werden:




So werden denn die zur höheren Ehre eines Haselsteiner, eines Kuhn und einer Palfrader übel missbrauchten Orchestermusiker aus Minsk ein zweites Mal missbraucht, wenn sie jetzt vor die Öffentlichkeit hintreten und sagen müssen: Uns geht es sehr gut in Erl, wir sind sehr froh in Erl zu sein, die Bezahlung ist sehr gut in Erl und Gustav Kuhn ist ein sehr freundlicher und liebenswürdiger Chef.

   
     
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