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Wie Günther Platter am Bandl von Heinz Schultz hängt

Der stiere Blick auf Switak-Schultz verstellt jenen auf das Abhängigkeitsverhältnis Platter-Schultz. Das ist die nächst höhere Liga, in der es auch gleich um viel mehr Geld geht. Oder, wie man sagen könnte, um „langjährige Beziehungen, die ein Geben und Nehmen darstellen“, wenn es nicht Martha Schultz schon so unübertroffen formuliert hätte.



Als lächerliches Anhängsel ihres Chefs - so wird der Landeshauptmann von der Schultz-Gruppe auf der Homepage ihres Sporthotels Sillian vorgeführt (Bild vergrößern)


„Ein Geben und Nehmen“

Wie der Landeshauptmann am Bandl von Schultz hängt, hängt dieser am Tropf des Landes(hauptmannes). Allein in den vergangenen Jahren, das heißt unter Platter, hat die Schultztruppe um die zwanzig Millionen Euro (oder auch mehr) an öffentlichen Fördermitteln für ihre privaten Projekte eingestrichen, so zum Beispiel zehn Millionen für den Zusammenschluss ihrer Liftanlagen von Matrei und Kals und drei Millionen für ihr irres Hoteldorf in Kals.

Um die krankhafte, geschwürartige Ausdehnung des Schultz-Imperiums voranzutreiben, werden behördliche Vorgaben nach Belieben großräumig umgangen, rechtliche Grenzen verschoben und Paragrafen gebogen, dass sie schon gar nicht mehr wie solche aussehen, begleitet von regierungsamtlichem Augenzwinkern und – falls notwendig – auch von festem Zudrücken derselben.

Was die ÖVP für Schultz, ist Schultz für die ÖVP. Das sind „langjährige Beziehungen, die ein Geben und Nehmen darstellen“, sagt Martha Schultz in der ÖVP-Mitgliederzeitung. Und ihr Bruder Heinz deklariert sich wenige Tage vor der letzten Landtagswahl gar als eingefleischter ÖVP-Wahlhelfer. Anlässlich einer Zwischenpräsentation seiner Osttiroler Schischaukel sagt er vor 300 Leuten in Kals:

„Ich bitte die Kalser, mit einem klaren Wahlergebnis ein Zeichen zu setzen. Ich und meine Familie wählen die ÖVP.“
(Kleine Zeitung Osttirol, 4.6.2008)


Was sollte das denn anderes sein als ein Kickback?

Wenige Wochen nachdem der Schultz-Gruppe auch noch das Skigebiet St. Jakob in Defereggen zugeschanzt wurde, sagt diese Dankeschön per ganzseitigem Inserat im ÖVP-Mitgliedermagazin „Tiroler Weg“. Und weil’s wohl ein bisschen viel Geld auf einmal war, das dafür zur ÖVP geflossen ist, wird in derselben Ausgabe gleich noch ein Jubelporträt über Martha Schultz geschaltet. Was auf den ersten Blick erstaunlich erscheint, da sie ja keine Funktion in der Tiroler Volkspartei hat, auf den zweiten aber überhaupt nicht, weil sie und ihre Firma eben eine sehr bedeutende Funktion für die Tiroler Volkspartei haben, das heißt für deren Finanzen.



Wirksame Gästewerbung im Parteiorgan oder bloß nordürftig kaschierte Parteienfinanzierung?

Wenn demnächst der Landesrechnungshof die Förderungen der Seilbahner durch das Land prüft, sollte er auch die Förderungen der ÖVP durch die Seilbahner prüfen. Das Parteiorgan „Tiroler Weg“ ist eine Fundgrube dafür, wer aller an die ÖVP zurückbezahlt.


Immer wenn „der Schultz“ pfeift, hupft der Platter.
Inzwischen braucht er schon gar nicht mehr zu pfeifen.







Buenos Dias mit Heinz: Es ist ein ständiges Geben und Nehmen


Demnächst mehr.

9.1.2012




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